Hören Sie lieber zu, als selbst zu lesen? Dann schauen Sie sich einfach unser Video "Website Kosten in 10 Minuten verstehen" an:
Die Kosten für die Erstellung einer Homepage lassen sich pauschal nicht beziffern. Oft ist die erste Frage, die wir bei einer Projektanfrage gestellt bekommen, die Frage nach dem Preis. Auf die Frage "Was kostet eine Website?" antworten wir dann immer mit "Es kommt darauf an".
Die Frage lässt sich also nicht so einfach beantworten, ohne vorher nähere Informationen über die Anforderungen an die geplante Website zu kennen. Ähnlich wie bei einem Autokauf sind die Kosten von vielen Faktoren abhängig. Auf die Frage "Was kostet ein Auto?" wird Ihnen auch kein Autohändler eine pauschale Antwort geben können, da auch hier mehr Informationen nötig sind.
Die Gegenfrage wird eher sein "Welche Anforderungen und welches Budget haben Sie?". Wie bei einem Website-Projekt kann der Autohändler nur anhand des Budgets die bestmögliche Lösung für den Interessenten herausfinden und zusammen ein optimales Ergebnis erzielen. Grundsätzlich muss aber klar sein, dass mit einem Budget für einen kleinen Gebrauchtwagen kein neuer Sportwagen erworben werden kann, wenn man sich nicht auf einen Betrug oder massive Abstriche bei der Qualität einlassen will, die nicht mehr tragbar sind. Das zeigt diese Grafik sehr anschaulich:
So wie bei einem Auto, sind auch die Kosten einer Website von sehr vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Diese können wir in 3 übergeordnete Kategorien einteilen:
- Website Typ (Online-Visitenkarte, Firmenwebsite, E-Shop, Web-App, Complex Platform)
- Funktionen und Design (Umfang der Seite, Komplexität, Individualität)
- Laufende Betriebskosten (Hosting, Domain, Plugins, Wartung, SEO)
Jede dieser Kategorien hat ein großes Einfluss auf die Gesamtkosten. Das schauen wir uns im folgenden auf alle drei Kategorien mal genauer an. Und wir geben Ihnen auch ganz konkrete Zahlen in die Hand, welche Kosten Sie mit welchem Website-Typ rechnen müssen.
Website Kosten nach Typ
Die erste und wichtigste Unterscheidung von Website Kosten ist der Typ der Website. Es gibt 5 verschiedene Website-Typen, die wir sehr häufig umsetzen und die für die meisten Unternehmen relevant sind:
1. Online-Visitenkarte
Für wen: Freelancer, kleine Dienstleister, Online-Portfolio (Designer, Fotografen, Künstler)
Kosten: 500€ - 2.500€
Eine Online-Visitenkarte ist die einfachste Form einer Website. Sie besteht aus wenigen Seiten und zeigt grundlegend wer Sie sind, was Sie tun und wie man Sie kontaktiert. Eine Online-Visitenkarte ist perfekt für Freiberufler oder kleine Dienstleister und eignet sich hervorragend als Einstiegsprojekt. Die Kosten sind relativ moderat, da die Website meist ein festes Design-Template nutzt und nur mit Inhalten befüllt wird.
2. Firmenwebsite
Für wen: KMU, größere Dienstleister, Handwerksbetriebe
Kosten: 2.500€ - 10.000€
Eine Firmenwebsite ist ein individuell gestaltete Website mit einem maßgeschneiderten Design. Sie besteht aus meist 5-10 Seiten und zeigt Dienstleistungen, Referenzen und Unternehmenskultur. Im Gegensatz zur Online-Visitenkarte, werden die einzelnen Seiten individueller gestaltet und sind weniger schablonenhaft aufgebaut. Die Kosten sind höher als bei der Online-Visitenkarte, da hier mehr individuelle Designarbeit und Entwicklung stattfindet.
3. E-Commerce Shop
Für wen: Einzelhändler, E-Commerce Unternehmen, Produktverkäufer
Kosten: 5.000€ - 50.000€
Ein E-Commerce Shop ist eine Website zum Verkauf von Produkten. Die Komplexität kann sehr unterschiedlich sein und reicht von einem einfachen Shop mit 20 Produkten bis zu einem großen Onlineshop mit mehreren tausend Produkten. Die Shop-Funktionalität und die Produktverwaltung sind sehr wichtig und können komplex sein. Je größer die Produktmenge ist und je mehr Besonderheiten es gibt (z.B. mehrsprachiger Shop, komplexe Versandlogik, Integrationen mit Buchhaltung), desto teurer wird das Projekt.
4. Web App
Für wen: SaaS Unternehmen, Softwareanbieter, Digitale Dienstleistungen
Kosten: 20.000€ - 100.000€
Eine Web App ist eine Art Softwareprodukt das in einem Browser läuft. Eine Web App hat viele Funktionen, komplexe Backend-Logik und Benutzerverwaltung (Login, User-Profile, Datenbank). Web Apps sind sehr aufwändig zu entwickeln, da sie komplexe Geschäftslogik und Datenbankstrukturen benötigen. Typische Beispiele sind Projektmanagement-Tools, CRM-Systeme oder Buchhaltungssoftware.
5. Complex Plattform
Für wen: Agenturen, B2B Plattformen, Marktplätze
Kosten: 100.000€+
Eine Complex Plattform ist ein großer Komplex aus mehreren Web-Apps, die über eine zentrale Plattform miteinander verbunden sind. Das können z.B. Marktplätze, Agenturen, Jobportale oder B2B-Plattformen sein. Die Kosten sind sehr hoch, da hier eine sehr große und komplexe Plattform mit vielen Funktionen und einer hohen Skalierbarkeit entwickelt werden muss.
Website Kosten im Detail
Wie Sie sehen können, sind die Kosten für die verschiedenen Website-Typen sehr unterschiedlich. Aber auch innerhalb eines Typs können die Kosten sehr unterschiedlich sein. Das liegt daran, dass jedes Projekt spezifische Anforderungen hat, die den Gesamtpreis beeinflussen. Die wichtigsten Kostenfaktoren sind:
Design und Funktionen
Der Umfang und die Komplexität des Designs und der Funktionen sind ein wichtiger Kostenfaktor. Ein maßgeschneidertes Design ist teurer als ein Standard-Template. Auch je mehr besondere Funktionen eine Website hat (z.B. Filterung, Suchfunktion, benutzerdefinierte Kontaktformulare), desto höher sind die Kosten.
Content & Copywriting
Guter Content ist ein kostbares Gut. Manche Kunden liefern guten, vorhandenen Content, manche nicht. Wenn der Client kein gutes Copywriting hat, ist das oft ein Problem. In diesem Fall müssen wir meist das Copywriting überarbeiten oder neu schreiben. Das kann einen erheblichen Zeitaufwand bedeuten und entsprechend auch zu höheren Kosten führen. Lesen Sie unseren Ratgeber zum Thema "Web-Copywriting".
Bilder & Fotografie
Hochwertige Bilder sind essentiell für gute Websites. Viele Kunden haben sehr wenig oder gar keine Bilder von ihren Produkten oder Services. In diesem Fall müssen oft Fotos oder Illustrationen aufbereitet oder erstellt werden. Professionelle Fotografie ist teuer, daher sollte man sich hier Zeit nehmen und es richtig machen. Je nach Umfang kann das sehr kostspielig werden.
Entwicklung spezieller Funktionen
Je spezieller die Anforderungen einer Website sind, desto aufwendiger ist die Entwicklung. Eine komplexe Filterlogik für einen E-Commerce Shop beispielsweise, kann je nach Komplexität 500€ bis 5000€ kosten. Auch die Integration von externen Systemen oder APIs (wie Warenwirtschaftssysteme, Bezahlsysteme oder CRM-Systeme) kann einen großen Kostenfaktor darstellen. Je nach Integration kann die Entwicklung hier auch 1000€ bis 10.000€+ kosten.
Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Ein großer Faktor bei vielen Websites ist SEO. Eine Website, die in Google sichtbar ist und Traffic generiert ist deutlich mehr wert als eine Website, die nie jemand findet. SEO ist ein großes Thema und kann von einfacher Onpage-Optimierung (für die man keine Zusatzkosten zahlen muss) bis zu umfangreicher Technical SEO und Content-Marketing reichen. Deswegen können SEO-Arbeiten einen großen Kostenblock darstellen.
Laufende Kosten einer Website
Neben den Erstellungskosten einer Website kommen auch noch laufende Betriebskosten hinzu. Diese variieren je nach Website sehr stark:
Hosting & Domain
Kosten: 50€ - 500€ pro Jahr
Das ist einer der wichtigsten Betriebskosten. Sie benötigen einen Webserver um Ihre Website zu hosten und eine Domain für die Internetadresse. Diese Kosten sind relativ gering, aber sollten nicht vernachlässigt werden.
SSL-Zertifikat
Kosten: 0€ - 200€ pro Jahr
Ein SSL-Zertifikat verschlüsselt die Kommunikation zwischen Browser und Webserver und ist somit ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Die meisten modernen Hosting-Provider bieten kostenlose SSL-Zertifikate an, daher sind die Kosten hier in der Regel 0€.
Theme / Template
Kosten: 0€ - 500€ pro Jahr
Je nachdem ob Sie ein kostenloses oder kostenpflichtiges Theme/Template nutzen, fallen hier unterschiedliche Kosten an. Viele Open-Source Lösungen sind kostenlos, manche Premium-Themes kosten zwischen 50€ bis 500€ pro Jahr.
SEO & Content Marketing
Kosten: 200€ - 5000€+ pro Monat
Kontinuierliche SEO und Content-Marketing ist sehr wichtig um die Website langfristig sichtbar zu halten und neuen Traffic zu generieren. Das kann eine große laufende Investition sein.
Wartung & Support
Kosten: 100€ - 1000€ pro Monat
Je nach Website ist eine regelmäßige Wartung notwendig. Das kann Software-Updates, Bugfixes, Sicherheits-Updates oder einfach technischer Support sein. Je komplexer eine Website ist, desto höher sind die Wartungskosten.
Plugins, Tools & Services
Kosten: 0€ - 1000€+ pro Monat
Je nachdem welche zusätzlichen Tools und Services man nutzt, fallen unterschiedliche Kosten an. Das können z.B. Newsletter-Software, Projektmanagement-Tools, CMS-Systeme oder andere externe Services sein.
Website Kosten sparen - 10 Tipps
Nun haben Sie hoffentlich ein gutes Gefühl für die verschiedenen Faktoren bekommen, die Website Kosten beeinflussen. Die Frage ist jetzt: Wie können Sie clever Geld sparen, ohne die Qualität zu verschlechtern? Hier sind 10 Tipps, wie Sie die Kosten reduzieren können.
1. Mit einem guten Briefing beginnen
Der erste und wichtigste Tipp ist, mit einem guten Briefing zu beginnen. Je besser Sie Ihre Anforderungen definieren, desto weniger Änderungen werden während des Projekts notwendig. Ungenaue Anforderungen führen zu Änderungen während des Projekts und das kostet immer Geld.
2. Nutzen Sie Standard-Lösungen und nicht Custom-Lösungen
Es gibt viele Standard-Lösungen, die Sie nutzen können, ohne dass Sie Custom-Code entwickeln müssen. Das ist immer günstiger als Custom-Entwicklung.
3. Content Management System (CMS) nutzen
Wenn Sie die Website später selbst ändern möchten, dann ist ein CMS essentiell. Mit einem CMS können Sie selbst Inhalte ändern und müssen nicht für jede Änderung einen Entwickler bezahlen. Das kann auf lange Sicht sehr viel Geld sparen.
4. Nutzen Sie kostenlose oder günstige Tools und Plugins
Es gibt viele kostenlose oder sehr günstige Tools und Plugins, die Sie verwenden können. Das spart Entwicklungszeit und damit auch Kosten.
5. Mit vorhandenem Content starten
Wenn Sie mit vorhandenem Content starten können, spart das erheblich Zeit und damit auch Kosten. Versuchen Sie so viel vorhandenes Material zu sammeln bevor die Agentur anfängt.
6. Nutzen Sie Stock-Fotos
Professionelle Fotografie ist sehr teuer. Nutzen Sie lieber Stock-Fotos von Services wie Unsplash, Pexels oder Pixabay. Das ist deutlich günstiger und meistens sieht man keinen Unterschied.
7. Wählen Sie eine moderne, zukunftssichere Technologie
Alte Technologien können zu höheren Kosten führen, weil sie schwerer zu warten sind und weniger Features unterstützen. Moderne Technologien sind oft besser strukturiert, haben mehr Features und sind einfacher zu erweitern.
8. Beraten Sie sich mit einer erfahrenen Agentur
Eine erfahrene Agentur kann Ihnen von Anfang an gute Tipps geben, wie Sie unnötige Kosten sparen können. Das ist ein großer Vorteil einer erfahrenen Agentur.
3. Agile Entwicklung nutzen
Mit einer agilen Entwicklung können Sie ein MVP (Minimum Viable Product) starten und später erweitern. Das ist oft günstiger als alles auf einmal zu machen.
10. ROI (Return on Investment) im Blick haben
Vergessen Sie nicht, dass eine Website auch ein großes Potential hat, um Geld zu verdienen (z.B. durch mehr Kunden, mehr Verkäufe). Sie sollten also nicht nur die Kosten sehen, sondern auch das Potential das eine Website hat. Eine teurere Website mit gutem SEO und hoher Conversion-Rate bringt oft mehr Geld rein als eine billige Website, die keiner findet.
Weitere Tipps:
Lesen Sie auch unseren ausführlichen Ratgeber zu Web-Design, Webflow und anderen Themen.
Wenn Sie konkrete Fragen zu Website Kosten haben, melden Sie sich gerne bei uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Schreiben Sie uns eine E-Mail an anfragen@ramoser.de oder rufen Sie uns an unter +49 (0) 9561 - 3 88 50 43.




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