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Website erstellen lassen: Kosten und Preise im Überblick

12
Min.
Webflow
Cedrik Dudek

Website erstellen lassen: Kosten und Preise im Überblick

Die Kosten für eine Website lassen sich pauschal nicht beziffern. Oft ist die erste Frage bei einer Projektanfrage die nach dem Preis. Auf „Was kostet eine Website?“ antworten wir dann meist mit „Es kommt darauf an“, und das ist keine Ausweichantwort, sondern die einzige ehrliche.

Ähnlich wie beim Autokauf hängen die Kosten von vielen Faktoren ab. Auf „Was kostet ein Auto?“ wird dir auch kein Händler eine pauschale Antwort geben. Die Gegenfrage lautet: Welche Anforderungen und welches Budget hast du?

Website Preise auf einen Blick

Damit du eine Größenordnung hast, hier die Spannen, mit denen wir aus unserer Erfahrung in Projekten arbeiten. Ob du von Website, Homepage oder Internetseite sprichst, macht dabei keinen Unterschied, die Begriffe meinen dasselbe.

  • Online-Visitenkarte: 500 € bis 2.500 €
  • Firmenwebsite: 2.500 € bis 10.000 €
  • E-Commerce Shop: 5.000 € bis 50.000 €
  • Web App: 20.000 € bis 100.000 €
  • Komplexe Plattform: ab 100.000 €

Das sind Erfahrungswerte für individuell entwickelte Projekte, keine Listenpreise. Nach unten gibt es immer Günstigeres, nach oben immer Aufwendigeres.

Die Gesamtkosten setzen sich aus drei Blöcken zusammen:

  • Website-Typ (Online-Visitenkarte, Firmenwebsite, Shop, Web App, Plattform)
  • Funktionen und Design (Umfang, Komplexität, Individualität)
  • Laufende Betriebskosten (Hosting, Domain, Wartung, SEO)

Website Kosten nach Typ

1. Online-Visitenkarte

Für wen: Freelancer, kleine Dienstleister, Portfolios (Designer, Fotografen, Künstler)

Kosten: 500 € bis 2.500 €

Die einfachste Form einer Website. Wenige Seiten, die zeigen, wer du bist, was du tust und wie man dich erreicht. Die Kosten bleiben moderat, weil meist ein festes Design-Template genutzt und nur mit Inhalten befüllt wird.

2. Firmenwebsite

Für wen: KMU, größere Dienstleister, Handwerksbetriebe

Kosten: 2.500 € bis 10.000 €

Eine individuell gestaltete Website mit maßgeschneidertem Design, meist 5 bis 10 Seiten, mit Leistungen, Referenzen und Unternehmenskultur. Die Seiten werden individueller gestaltet und sind weniger schablonenhaft als bei der Online-Visitenkarte. Entsprechend höher ist der Aufwand für Design und Entwicklung.

3. E-Commerce Shop

Für wen: Einzelhändler, E-Commerce Unternehmen, Produktverkäufer

Kosten: 5.000 € bis 50.000 €

Die Spanne ist groß, weil die Komplexität stark variiert: von einem einfachen Shop mit 20 Produkten bis zu mehreren tausend Artikeln. Preistreiber sind Produktmenge, Mehrsprachigkeit, Versandlogik und Anbindungen an Buchhaltung oder Warenwirtschaft.

4. Web App

Für wen: SaaS-Unternehmen, Softwareanbieter, digitale Dienstleistungen

Kosten: 20.000 € bis 100.000 €

Ein Softwareprodukt, das im Browser läuft: viele Funktionen, komplexe Backend-Logik, Benutzerverwaltung mit Login und Datenbank. Aufwendig, weil Geschäftslogik und Datenstrukturen entwickelt werden müssen. Typisch sind Projektmanagement-Tools, CRM- oder Buchhaltungssysteme.

5. Komplexe Plattform

Für wen: Marktplätze, B2B-Plattformen, Jobportale

Kosten: ab 100.000 €

Mehrere Web-Apps, die über eine zentrale Plattform verbunden sind. Die Kosten sind hoch, weil Umfang, Funktionsvielfalt und Skalierbarkeit deutlich über einer klassischen Website liegen.

Welche Faktoren den Preis treiben

Auch innerhalb eines Typs schwanken die Kosten erheblich. Diese Punkte machen den Unterschied:

Design und Funktionen

Ein maßgeschneidertes Design ist teurer als ein Standard-Template. Und je mehr Sonderfunktionen dazukommen, etwa Filter, Suche oder individuelle Formulare, desto höher der Aufwand.

Content und Copywriting

Guter Content ist ein kostbares Gut. Manche Kunden liefern brauchbare Texte, manche nicht. Wenn Copywriting neu entstehen oder überarbeitet werden muss, bedeutet das erheblichen Zeitaufwand und entsprechend höhere Kosten.

Bilder und Fotografie

Hochwertige Bilder sind essentiell. Viele Unternehmen haben wenig oder kein verwertbares Material. Professionelle Fotografie ist teuer, lohnt sich aber meist. Stock-Fotos sind die günstigere Alternative.

Spezielle Funktionen und Integrationen

Eine komplexe Filterlogik für einen Shop kann je nach Anspruch 500 € bis 5.000 € kosten. Die Anbindung externer Systeme wie Warenwirtschaft, Bezahldienste oder CRM liegt erfahrungsgemäß zwischen 1.000 € und 10.000 € und mehr.

Suchmaschinenoptimierung

Eine Website, die in Google sichtbar ist, ist deutlich mehr wert als eine, die niemand findet. SEO reicht von einfacher Onpage-Optimierung bis zu umfangreicher technischer Arbeit und Content-Marketing und kann damit ein eigener Kostenblock sein.

Laufende Kosten einer Website

Neben der Erstellung fallen Betriebskosten an, die gern unterschätzt werden:

  • Hosting und Domain: 50 € bis 500 € pro Jahr
  • SSL-Zertifikat: 0 € bis 200 € pro Jahr, bei modernen Anbietern meist inklusive
  • Theme oder Template: 0 € bis 500 € pro Jahr
  • SEO und Content-Marketing: 200 € bis 5.000 € und mehr pro Monat
  • Wartung und Support: 100 € bis 1.000 € pro Monat
  • Tools und Services: 0 € bis 1.000 € und mehr pro Monat

Die Wartung ist der Posten, der am häufigsten vergessen wird. Was dazugehört und was ein Wartungsvertrag kosten sollte, steht im Ratgeber zu Website Wartung und Betreuung. Ein wichtiger Hebel ist die Plattformwahl: Bei Webflow entfallen manuelle Updates und Sicherheits-Patches, was die laufenden Kosten gegenüber einer WordPress-Installation spürbar senkt. Details im Vergleich von Webflow und WordPress.

Website Kosten sparen: 10 Tipps

1. Mit einem guten Briefing beginnen

Je klarer du deine Anforderungen definierst, desto weniger Änderungen entstehen unterwegs. Unklare Anforderungen führen zu Änderungen, und die kosten immer Geld.

2. Standard-Lösungen vor Custom-Entwicklung

Es gibt viele fertige Lösungen, die ohne eigenen Code funktionieren. Das ist immer günstiger als Individualentwicklung.

3. Ein CMS nutzen

Wenn du Inhalte später selbst ändern willst, ist ein CMS unverzichtbar. Sonst zahlst du für jede Textkorrektur einen Entwickler. Auf lange Sicht ist das der größte Einzelhebel.

4. Günstige Tools und Integrationen einsetzen

Viele Anforderungen lassen sich mit kostengünstigen Tools abdecken, statt sie selbst zu bauen. Das spart Entwicklungszeit.

5. Mit vorhandenem Content starten

Sammle so viel verwertbares Material wie möglich, bevor die Agentur anfängt. Das spart Zeit und damit Kosten.

6. Stock-Fotos nutzen

Professionelle Fotografie ist teuer. Gute Stock-Fotos von Unsplash, Pexels oder Pixabay sind deutlich günstiger und in vielen Fällen ausreichend.

7. Auf zukunftssichere Technologie setzen

Veraltete Technologien sind schwerer zu warten und teurer im Betrieb. Moderne Plattformen sind besser strukturiert und einfacher zu erweitern.

8. Früh mit einer erfahrenen Agentur sprechen

Eine erfahrene Agentur erkennt unnötige Kosten, bevor sie entstehen. Als Webflow Agentur aus Hamburg klären wir Budget und Umfang gerne vorab in einem Gespräch, bevor konkrete Zahlen auf dem Tisch liegen.

9. Agil vorgehen

Starte mit einem MVP und erweitere später. Das ist meist günstiger, als alles auf einmal zu bauen, und du lernst unterwegs, was wirklich gebraucht wird.

10. Den ROI im Blick behalten

Eine Website ist nicht nur Kostenstelle, sondern kann Umsatz erzeugen. Eine teurere Website mit guter Sichtbarkeit und hoher Conversion-Rate bringt oft mehr ein als eine billige, die niemand findet.

Fazit

Was eine Website kostet, entscheidet sich am Typ, am Umfang und an der Individualität. Die Spannen oben geben eine Größenordnung, ersetzen aber kein Angebot. Genauso wichtig wie der Erstellungspreis sind die laufenden Kosten, denn die begleiten dich über Jahre.

Wenn du eine Einschätzung für dein Vorhaben brauchst, melde dich gerne bei uns.